Fronleichnamskonzert – ein Musikerlebnis

„Für Frieden und Freiheit“ – Unter dieses aktuelle Motto stellt der Klangkörper aus Strassen  die heurige Musiksaison; die zahlreichen Besucher erlebten eine erste musikalische Umsetzung.

Mit dem Marsch „Schneidig vor“ von Julius Fucik eröffneten die Musikanten unter der Leitung von Kapellmeister Alexander Bodner am 16. Juni im Pavillon des Schulhofes den Musikabend und auch die Konzertsaison 2022, der ein musikalischer Frühschoppen beim sonntägigen Maibaumfest vorausgegangen war.

Traditionelle Musik
bot der erste Teil des Konzerts, das Sprecherin Andrea Bodner, selbst Flötistin, mit den notwendigen Informationen versah. Friede und Freiheit können nur mit Mut hochgehalten werden und sind stets in Gefahr, worauf das zweite Musikstück, die Polka „Banditen-Galopp“ von Johann Strauß/Sohn, hinwies. Den ersten musikalischen Höhepunkt bildete ein besonderes Solostück, nämlich „Die beiden kleinen Finken“ von Henry Kling, in dem die versierten Flötistinnen Anna-Lena Mair und Kathrin Lusser auf ihren Piccoloflöten, von der Gesamtkapelle ergänzt, ein herrliches musikalisches Zwiegespräch der Vögel vorführten. Der fällige Wiener Walzer wurde dem Publikum mit den „Nachtschwärmern“ von Carl Michael Ziehrer präsentiert, dessen zweistimmig gesungener Teil die Harmonie im Strassener Klangkörper versinnbildlicht. Ein weiteres Solostück „Mein Österreich“ von Anton Rosenkranz, das in bekannten Musikthemen, wie z.B. der Kaiserhymne oder dem Donauwalzer, die Geschichte Österreichs erzählt und dessen Flügelhorn-Soli Thomas Told souverän meisterte, wies auf das Ringen um den Frieden in unserem Heimatland hin.

Verabschiedung von drei Musikanten
Obmann Bernhard Weitlaner freute sich über die Anwesenheit von Bgm. Franz Webhofer, Bez.-Kpm. Martin Bodner und Ehrenkapellmeister Franz Wieser und stellte die heuer ausgeschiedenen Musikanten nochmals in den Mittelpunkt. Johann Bodner/Häusler war 60 Jahre Mitglied und hat überdies unzählige Male im Bläserquartett bei Begräbnissen und Festanlässen, weiters bei der Strassener Böhmischen und in der Kirchenmusik mitgewirkt. 54 Jahre bei der Musikkapelle spielte Hermann Ritsch und setzte seine Talente als Kpm.-Stv. (18 Jahre), als Bezirksstabführer sowie als Leiter des Bläserquartetts (-Quintetts), als Mitglied der Kirchenmusik und Leiter der Strassener Böhmischen ein. Zwölf Jahre als Obmann wirkte Robert Aichner, der seine Trompete und später den Kontrabass 42 Jahre bei der Kapelle erklingen ließ und unzählige Dienste als Elektriker leistete. Die drei hochverdienten Musikanten erhielten ein passendes Geschenk und die Kapelle bedankte sich mit dem Marsch „Meine Heimat ist Tirol“ von Sepp Huter.

Moderne Klänge
Eine völlig andere musikalische Welt tat sich nach der Pause durch die Konzertouvertüre „Where eagles soar“ von Steven Reineke auf, welche die Weiten des US-Bundesstaates Maine und auf den Schwingen des Adlers die grenzenlose Freiheit spüren ließ. Noch kraftvoller zeigte sich der Instrumentenklang im Konzertwerk „Virginia“ von Jakob de Haan; Kolonisation, Sklaverei, Bürgerkrieg und die Freiheit der Schwarzen wurden hier musikalisch verarbeitet. Das dritte moderne Stück „The greatest showman“, eine Filmmusik-Auswahl von Paul Murtha, brachte für Musikanten wie auch Zuhörer in der Mischung von Solostimmen und wechselnden Rhythmen zahlreiche Gänsehaut-Momente und erinnerte wie der folgende Marsch „Sempre Unita“ von Michael Geisler an die Säulen von Frieden und Freiheit, nämlich demokratisches Ringen und Gemeinschaft. Aus diesem anspruchsvollen Musikbereich führte schließlich als Zugabe der „Standschützen-Marsch“ von Sepp Tanzer die eifrig applaudierenden Zuhörer in die beruhigende abendliche Feierstimmung zurück. KS


Text zu den Fotos:
1)Die eifrig spielende Kapelle in Tracht sowie die bequemen Sitzmöglichkeiten für Zuhörer bildeten ein festliches Ambiente.
2)Das Konzert war gut besucht, die großen Schirme schützten vor dem zeitweiligen Regen.
3)Sprecherin Andrea Bodner führte in bewährter Weise durch das Konzert.
4)Die meisterlichen Flötistinnen Anna-Lena Mair und Kathrin Lusser auf der Piccolo-Flöte.
5) Flügelhornist Thomas Told bei seinem Solo-Vortrag.
6)Kapellmeister Alexander Bodner (links) und Obmann Bernhard Weitlaner verabschiedeten die verdienten Musikanten Robert Aichner, Hermann Ritsch und Johann Bodner (v. l.).
7)Mit dem Sepp Huter-Marsch „Meine Heimat ist Tirol“ ehrten die Musikanten ihre ausgeschiedenen Kameraden.
8)Kapellmeister Alexander Bodner hatte seinen Klangkörper sehr gut auf das Konzert vorbereitet.
Fotos: Karl Schett


 

MARSCHIER-WORKSHOP und INSTRUMENTENVORSTELLUNG

Vom Team des Musikbezirks organisiert fand auch heuer wieder ein Marschierkurs für junge Musikantinnen und Musikanten am Gelände der Mittelschule Sillian statt. Zwei Jungmusikantinnen und zwei Marketenderinnen unser Kapelle nahmen diese Gelegenheit war, um das Marschieren zu erlernen bzw. ihre Kenntnisse aufzufrischen.


Motivierte Nachwuchsmusikantinnen und -musikanten sind für den Fortbestand unserer Kapelle besonders wichtig. Daher freuten wir uns sehr, am 20. Mai die Volksschülerinnen und -schüler aus Strassen zu einer Instrumentenvorstellung in unserem Probelokal begrüßen zu dürfen. Aufmerksam und interessiert lauschten die Kinder der Präsentation der verschiedenen Instrumente durch Kapellmeister Alexander und Jugendreferentin Kathrin. Nach einer kleinen Stärkung und einem gemeinsamen Foto ging es dann wieder zurück in die Schule.
Wir würden uns natürlich wünschen, dass viele der Kinder schon bald als Jungmusikerinnen und
-musiker unsere Reihen verstärken – für Informationen stehen Kapellmeister und Jugendreferentin jederzeit gerne zur Verfügung.

 

 


 

Unser Freund und Gönner Peter Weiler wird 90 Jahre

Am 18.05.2022 feiert unser langjähriger Musikant Peter Weiler (Galler) seinen 90. Geburtstag. Peter war jahrzehntelang Mitglied unserer Kapelle und ist uns auch nach seiner aktiven Zeit stets ein treuer Freund, der uns auch immer tatkräftig unterstützt.

Wir freuten uns, ihm zu Ehren, ein paar Märsche zu spielen.

Lieber Peter, wir wünschen dir alles Gute und viel Gesundheit. Bleib uns weiterhin so wohlgesonnen.

 


 

Mit Optimismus ins neue Konzertjahr

Trotz Corona-Beschränkungen setzte die Musikkapelle in den Vereinsjahren 2020/21 mehrere Aktivitäten. Alle Mitglieder freuen sich schon auf das kommende Musizieren.

Die am 18. Feber 2022 durchgeführte Generalversammlung der Bundesmusikkapelle Strassen im Kultursaal hatte wegen Absage der Versammlung 2021 die Aufgabe, über zwei Vereinsjahre zu berichten. Vom Jahr 2020 konnte Schriftführer Patrick Mayr den Probenbeginn im Jänner, das Probenwochenende Anfang März und den neuerlichen Probenbeginn im Juni, insgesamt 14 Gesamtproben, vermelden. Die meisten Auftritte – das stattgefundene kurze Jakobikonzert ausgenommen – mussten aber coronabedingt abgesagt werden.

Vereinsjahr 2021
Die Gesamtproben (12) begannen erst im Juni und mussten im August wieder unterbrochen werden. Trotzdem umrahmte die Kapelle im Juli die Hochzeit von Saxophonistin Jasmina mit ihrem Mann Stephan Golmayer in der St. Jakobskirche. Das Jakobikonzert, in dem der Männerchor schöne Lieder zum Besten gab, war gut besucht. Ende August wurde die Bergmesse beim Fronstadler Almkreuz musikalisch gestaltet, das beliebte Almfest musste man absagen. Beim Frühschoppenkonzert am 12. Sept. konnten acht Jungmusikanten mit ihren Leistungsabzeichen geehrt werden. Dem im 92. Lebensjahr verstorbenen Peter Kontschieder/Huiter (45 Jahre Mitglied, 18 Jahre Obmann) gab die Kapelle am 25. Sept. das letzte Geleit. Am 9. Okt. wirkten die Musikanten bei der Hochzeit von Kapellmeister Alexander Bodner und seiner Lisa-Maria mit, ebenso bei der Cäcilienmesse und dem gelungenen Silvesterblasen.

Erfreulich – bedauerlich
„In den zwei Vereinsjahren sind die Jungmusikertreffen mit Kegeln und Pizza-Essen sehr gut angekommen. Wir besuchten die Werkstatt des Instrumentenbauers Fabian Huber in Heinfels, stellten den Volksschulkindern die Instrumente vor und absolvierten einen Marschierkurs“, informierte die Jugendreferentin Kathrin Lusser. Als sehr schade bezeichnete Obmann Bernhard Weitlaner das Ausscheiden der langjährigen, verdienstvollen Musikanten Robert Aichner (42 Jahre), Johann Bodner/Häusler (60 J.) und Hermann Ritsch (54 J.). Auch zwei Jungbläser verlassen wegen ihrer Ausbildung den Verein, dafür verstärkt Lukas Schett als Querflötist wieder den Klangkörper. Erfreuliche Vereinsfinanzen vermeldete Kassier Joachim Schett, seine Arbeit wurde einstimmig gutgeheißen.

Mutig beginnen
Mit dem Zitat aus der Bundeshymne „Mutig in die neuen Zeiten – arbeitsfroh und hoffnungsreich!“ gab Kapellmeister Alexander Bodner den Musikanten einen richtigen Motivationsschub. Er machte sie neugierig auf das heurige Konzertprogramm und den Ausrückungskalender und bezeichnete die Musikkapelle als den Verein, in dem Jung und Alt zum Wohle der Gemeinde zusammenarbeiten. Beim Bass und Tenorhorn braucht es dringende Unterstützung, deswegen sollten einige Mutige auf diese Instrumente umsteigen. Das erste Konzert ist für Fronleichnam am 16. Juni geplant. Die Cäcilienmesse soll in Zukunft von der Musikkapelle immer am Seelensonntag gestaltet werden, dann bilden das Gedenken an die verstorbenen Musikanten und die Kriegerdenkmal-Feier nach dem Gottesdienst eine sinnvolle Einheit. Der Kapellmeister dankte dem Vereinsausschuss, allen musikalischen Gruppierungen, vor allem dem Bläserquintett, und nicht zuletzt jedem einzelnen Musikanten. Anerkennende Worte fanden auch Bgm. Franz Webhofer, Bezirksobmann-Stv. Thomas Told sowie Schützenhauptmann Stephan Golmayer und der Vertreter der Feuerwehr Gebhard Fuchs. KS

 

1)Jugendreferentin Kathrin Lusser, Schriftführer Patrick Mayr, Obmann Bernhard Weitlaner, Kapellmeister Alexander Bodner und Kassier Joachim Schett (von links) trugen die Vereinsberichte vor.
2)Die Generalversammlung fand im Kultursaal statt.
3)Jugendreferentin Kathrin Lusser.
4)Kapellmeister Alexander Bodner. Fotos: BMK Strassen
5)Peter Kontschieder, von Landeskapellmeister Sepp Tanzer 1968 für 25 Jahre Mitglied geehrt. Foto: Alois Bodner